Was ist eigentlich Standardsprache? Wie entsteht sie? Und gibt es in jeder Sprache wirklich nur einen gültigen Standard? Der jüngst im Peter Lang Verlag erschienene Sammelband „Dou-ble Standards. Codified norms and norms of usage in European languages (1600 – 2020)“ (hg. von Stephan Elspaß, Imke Mendoza, Bernhard Pöll und Erik Schleef, 2025) widmet sich genau diesen Fragen und versammelt 15 Fallbeispiele aus der internationalen vergleichenden Stan-dardsprachenforschung.
Die Beiträge beleuchten zum einen das Spannungsfeld zwischen deskriptiven und präskripti-ven Auffassungen von Standardsprache. Zum anderen rücken sie das Phänomen der Pluri-zentrik in den Fokus – also das Nebeneinander mehrerer Standardvarietäten innerhalb einer Sprache. Im Kontext von „Sprache Macht Europa“ besonders relevant: Mehrere Beiträge un-tersuchen, wie sich dieses Nebeneinander von Standards auf den Mutter- und Fremdsprachen-unterricht auswirkt.
Elspaß, S., Mendoza, I., Pöll, B., Schleef, E. (Hg.) (2025). Double Standards. Codified Norms and Norms of Usage in European Languages (1600–2020). Oxford: Peter Lang Verlag.

